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Von Pass zu Pass: SIP Vespa Roadtrip in die Schweiz

Die Snail Days in Leuk – klein, charmant und alles andere als unscheinbar

Die Snail Days in Leuk im Wallis galten einst als die kleinste Vespa-Zusammenkunft der Schweiz – doch dieses Etikett passte längst nicht mehr. Anfang August sattelte ein großes Aufgebot von SIP Scootershop, begleitet von den Gründern Ralf und Alex persönlich sowie zwei internationalen Gästen — Eugene von Scooter Depot Philippines (Manila) und Lome von Vintage Vespa Thai (Bangkok) — ihre klassischen Vespas, um dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Ziel der Tour war das legendäre Treffen von Gabriel und seiner Snail-Crew und am Ende ließ sich festhalten: Es wurde ein liebevoll inszeniertes, familiäres Vespa-Fest, eingebettet in eine beeindruckende Schweizer Bergkulisse. Aber der Reihe nach — schließlich gehört die Anreise dazu.

Aufbruch in die Schweiz: Erste Etappe nach Chur

Früh morgens brach die SIP-Gruppe gut gelaunt auf in Richtung erste Etappe: Chur. Schuld an der guten Laune waren nicht die Autobahnen, die das Team links liegen ließ, sondern die kleinsten, kurvenreichsten Straßen, die sie finden konnten — zuerst durchs Hahntennjoch (1.894 m), dann über den Albula-Pass (2.315 m). Nach rund 350 Kilometern erreichte die SIP-Crew erschöpft, aber glücklich das schöne Chur, die älteste Stadt der Schweiz.

Langsam ist das neue Schnell – das Snail Race in Leuk

Der zweite Tag versprach pure Alpenmagie: Auf dem Programm standen der Oberalppass (2.044 m) und der legendäre Furkapass (2.436 m) – jene spektakuläre Straße, auf der schon James Bond 1964 in Goldfinger den Aston Martin ausreizte. In Susten bei Leuk angekommen, wurde die SIP-Crew mit einer traumhaften Kulisse zwischen Reben und Bergflanken empfangen. Gut gekühlter Vino Bianco, das Wiedersehen mit den Freunden vom Vespa Club du Sud Est und den gastfreundlichen Snails – dazu ein Sonnenuntergang über dem Rhônetal, der sich tief ins Gedächtnis brennt.

Am dritten Tag hieß es dann: Der Höhepunkt des Wochenendes steht bevor. Das Treffen startete offiziell mit Snacks, kühlen Drinks und entspannten Beats vom kultigen Stadt-DJ. Nach einer kleinen Ausfahrt durchs Walliser Hinterland kam das Highlight: das Snail Race. Hier zählt nicht Geschwindigkeit, sondern absolute Kontrolle – wer schafft die zehn Meter am langsamsten? Zwei Fahrer treten nebeneinander an, und wer später ankommt, gewinnt. Am Ende durfte sich Elvis, Produktdesigner aus dem SIP-Team, über den Titel „langsamste Schnecke“ freuen. Der Plan steht: Beim nächsten SIP Open Day in Landsberg soll der Pokal zur Revanche wieder in Richtung Gabriel und seine Snails wandern.

Am Abend wird der Hauptplatz von Leuk zur Vespa-Party. Eine lockere Feier unter Freunden, mit Musik, kühlen Drinks und dem Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.

Über die Alpen zurück nach Landsberg

Der nächste Morgen beginnt gemächlich, die Köpfe noch leicht benebelt vom Vorabend, und doch rollt die SIP-Crew wieder los. Über den Grimselpass (2.165 m) und den Sustenpass (2.260 m) führt der Weg vorbei am funkelnden Vierwaldstättersee. In Horgen geht’s auf die Fähre über den Zürichsee nach Meilen, wo im traditionsreichen Hotel Hirschen direkt am Ufer die wohlverdiente Entspannung wartet.

Die finale Etappe hat es noch einmal in sich: durch das Skigebiet Damüls hinauf aufs Furkajoch (1.761 m) und weiter über den Riedbergpass (1.407 m) durchs Allgäu – bis zurück nach Landsberg am Lech. Ein würdiger Abschluss für eine Reise voller Kurven, Geschichten und Begegnungen, die bleiben.

Resümee & Dank

Schon viele Roadtrips liegen hinter der SIP-Crew – mit Regen, Pannen und so manchen verrückten Momenten. Doch diese Tour war anders: 18 Fahrer, ein Teamgeist, der hält, was er verspricht. Wenn eine Vespa mal zickte, wurde das Problem still und elegant am nächsten Tankstopp gelöst. Kein ADAC, keine Ausreden, einfach durchgezogen. Respekt!

Wer selbst Lust bekommen hat, die Schweiz auf zwei Rädern zu erkunden, findet hier alle Tipps zur Route, zur Vorbereitung und zu den schönsten Pässen für den nächsten Roadtrip.

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