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Eine Revolution: Der iGet-Motor

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Die Marke Vespa steht seit jeher für Weiterentwicklung, Moderne und Zeitgeist. Nicht umsonst ist die Beliebtheit der italienischen Klassiker auf einem neuen Höchstpunkt. Grund dafür sind aktuell vor allem die überaus beliebten Modelle GTS und Primavera, welche seit dem Jahre 2017 mit dem hochmodernen iGet-Motor fahren.

Euro 4 als neue Zulassungsvorschrift

Während bis ins Jahr 2017 bei einer Neuzulassung lediglich die Euro 3-Norm gefordert war, wurde ab dem 01.01.2018 eine Neuzulassung nur noch mit einer Euro 4-Norm erlaubt. Ab dem 01.01.2017 durften bereits keine neuen Motoren der Euro 3-Norm mehr produziert werden. Daher stellte Piaggio im Laufe des Jahres das iGet-System mit dem eigens entwickelten Einzylinder-Viertaktmotor vor. I-Get steht für „Italian Green Experience Technology“, mit dem der Konzern -gezwungenermaßen- einen Schritt in Richtung Abgasreduzierung machen konnte. 

Dank elektrischer Einspritzung konnte der Verbrauch auf teilweise unter drei Liter pro 100 Kilometer gesenkt werden. Zusätzlich wurde auf der rechten Seite an den vier Ventile fassenden Motoren ein ansprechendes Kühlsystem konstruiert. Die Anordnung des Wasserkühlers wurde zunächst am Piaggio-Modell „Medley“ getestet, bevor es auf die verschiedenen Vespas übertragen wurde.

Die Zukunft der Motoren?

Seit nunmehr sechs Jahren sind die iGet-Motoren in vielen Modellreihen verbaut worden. Doch noch jetzt wird die Thematik von vielen VespafahrerInnen heiß diskutiert. Vorteilhaft ist neben dem geringen Verbrauch und dem ruhigen Motorlauf vor allem natürlich die geringere Belastung für Umwelt und Natur. Auf der Gegenseite sprechen passionierte „Vespisti“ auch immer wieder von deutlichen Einbußen bei Beschleunigung und Endgeschwindigkeit. Bis knapp über 50 km/h ist die Beschleunigung laut ExpertInnen hervorragend, danach enttäuscht diese bis zur Höchstgeschwindigkeit bei 91 km/h vollends. Die bei vielen alten Modellen hochgelobte Spritzigkeit der Roller ging mit der Umstellung auf die neue Motorengeneration leider verloren.

Anhand der nachfolgenden, technischen Daten der 125 ccm-Modellreihe Sprint lassen sich die angeblich deutlichen Unterschiede allerdings kaum erkennen:

2016: 8,1 kW (11,01 PS) bei 7.700 U/min und Höchstgeschwindigkeit von 91 km/h

2022: 8,1 kW (11,01 PS) bei 8.000 U/min und Höchstgeschwindigkeit von 91 km/h

Einspritzsystem einer neuen Generation

Eine Revolution der besonderen Art stellt dabei auch das Einspritzsystem dar. Dieses wurde mit einem Sensor ausgestattet, welcher die Kraftstoffzufuhr in den Brennraum in allen Situationen optimal gewährleistet. Dies führt im Ergebnis zu einem ausgeglichenen und zuverlässigen Fahrgefühl in jeder Situation.

Wie bereits bei früheren Modellreihen wurde auch bei dieser Generation ein modulares Konzept entwickelt, das auf verschiedene Hubraumklassen anwendbar ist. Je nach Anforderung kann eine Gassteuerung mit drei bzw. vier Ventilen eingesetzt werden.

Der Schrauber stirbt aus

Aus all diesen bemerkenswerten Vor- bzw. Nachteilen wird ein Punkt immer deutlicher. Klassische Vespa-SchrauberInnen, welche in der heimischen Garage die Reparaturen selbst durchführen, sterben langsam, aber sicher aus. Die eingesetzte Technik ist nur mit größtem fachlichem Know-How und dem entsprechenden Werkzeug zu warten. Ein Kundendienst ist ausschließlich in speziell geschulten Fachwerkstätten zu empfehlen. Schmutzige Hände für versierte SchrauberInnen bleiben dabei aus – sehr zur Freude der PartnerInnen.

Nichtsdestotrotz bleibt vor allem durch die neueren Modelle die Marke Vespa weiter in aller Munde. Dafür muss man als echter „Vespisti“ eben auch mit Einbußen bei Leistung und Beschleunigung leben können.

Quelle Titelbild: www.vespa.com

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