zwei Männer auf einer Vespa

Zwei Personen auf der Vespa – Sicherheit geht vor

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Ein Abend zu zweit am Strand von Bibione bei gutem Essen und Gesprächen, dann wird es spät, die Sonne geht unter und es wird Zeit für den Heimweg. Die Fahrt durch die engen Gassen der italienischen Kleinstadt wird begleitet vom Knattern des Zweitaktmotors und dem warmen Abendwind in den Haaren…

Die Vespa steht wie kein zweiter Motorroller für die dolce vita Italiens. Die Fahrt mit zwei Personen auf dem Kultgefährt ist für viele ein romantischer Traum. Gute Nachrichten: Es muss kein Traum bleiben. Mit etwas Vorbereitung und der Einhaltung von ein paar grundlegenden Regeln kann die Vespa auch mit zwei Personen an Bord durchstarten – damit bei all der Romantik auch die Sicherheit nicht zu kurz kommt.

Sicherheit geht vor

Der ADAC gibt einige Hinweise für die Fahrt mit zwei Personen auf einer Maschine, die natürlich auch für die Vespa beachtet werden sollten: Zunächst einmal ändert sich bei der Fahrt zu zweit das Fahrverhalten. Das betrifft neben Beschleunigung und Bremsvorgänge auch das Verhalten der Vespa in der Kurve. Der Fahrstil sollte der veränderten Gewichtsverteilung angepasst werden. Wichtig ist zudem, dass neben dem/der FahrerIn auch der/die BeifahrerIn ausreichende und gut passende Schutzkleidung trägt, um höchstmögliche Sicherheit in jeder Situation zu gewährleisten. Außerdem sollte das Bike vor der Fahrt an die neuen Bedingungen angepasst werden. Hier ist vor allem die Anpassung der Federung relevant.

Die Einstellung der Federbeine

Damit die Vespa das zusätzliche Gewicht problemlos trägt, sollten vor Fahrtantritt die Federbeine auf den Betrieb für zwei Personen eingestellt werden. Hierbei hilft der Blick in die Betriebsanleitung: Mit einem Gewindering unten am Stoßdämpfer kann die Federspannung justiert werden. Je nachdem, ob eine Person, zwei Personen, oder zusätzlich noch Gepäck mit auf die Tour kommen, sollte der Gewindering vor Fahrtbeginn auf eine bestimmte Position eingestellt werden. Hier gilt die Richtlinie: Je höher das zu transportierende Gewicht, desto größer sollte die gewählte Federspannung sein. Für die Einstellung der Federbeine reicht das Bordwerkzeug aus. Bei sehr schweren MitfahrerInnen lohnt es zudem, sich über eine Aufrüstung der Federung zu informieren. So wird sichergestellt, dass das Fahrverhalten auch mit der Zusatzlast angenehm und vor allem sicher bleibt.

Vorsicht, Fußrasten

Eine Besonderheit bei der gemeinsamen Fahrt auf der Vespa ist die Position der Fußrasten. Diese liegen bei einigen Modellen recht weit vorn. Gerade für BeifahrerInnen mit geringer Körpergröße ist die Sitzposition teilweise gewöhnungsbedürftig. Um hier den Komfort der Person auf dem Beifahrersitz sicherzustellen, sollten vor der Planung der ganz großen Tour lieber ein paar kürzere Probefahrten stattfinden.
Auch das Anhalten kann bedingt durch die Position der Fußrasten eine kleine Herausforderung darstellen. Hat der/die BeifahrerIn die Füße auf den Beifahrerrasten, kann es sein, dass der/die FahrerIn Probleme hat, die Füße an der richtigen Position auf dem Boden abzustellen. Mit ein wenig Übung und Absprache ist das allerdings kein Hindernis für eine gemeinsame Fahrt.

Das Top Case als Rückenlehne

Gerade für weniger erfahrene oder unsichere BeifahrerInnen bietet es sich an, vor der Fahrt zu zweit in ein Top Case zu investieren. Neben der Möglichkeit, auf längeren Touren Gepäck bequem mitzuführen, hat ein Top Case für die Fahrt zu zweit einen weiteren Vorteil: Viele Cases kommen schon von Haus aus mit einer eingebauten Rückenlehne. Für die Fahrt auf leistungsstärkeren Vespa-Modellen kann diese Modifikation etwa bei einer plötzlichen oder heftigen Beschleunigung den Fahrkomfort für die Person auf dem Beifahrersitz erheblich erhöhen. Aber auch lange Touren werden durch die Möglichkeit, sich zurückzulehnen, angenehmer und entspannter.

Werden diese Hinweise beachtet, steht der Fahrt zu zweit nichts im Wege, denn grundsätzlich kann jedes Vespa-Modell mit BeifahrerIn gefahren werden. Ganz egal, ob in Italien oder in heimischen Gefilden, die gemeinsame Tour auf der Vespa wird sicherlich ein unvergessliches Erlebnis, das mit Sicherheit und Komfort an Bord noch mehr Spaß macht.

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Kommentare (4)

  1. Naja, die Ratschläge zum Thema 2-Personen-Betrieb mit der Vespa sind hier sehr allgemein gehalten. Der Verfasser soll doch bitte mal persönlich versuchen, die hinteren Federbeine z.B. bei einer 300er GTS vor dem Sozius-Betrieb einzustellen und am besten danach wieder auf Single-Betrieb zurück zu stellen. Selbstverständlich mit Unterstützung der Betriebsanleitung!

    1. Hallo Marco,

      Da die Vespa nicht sehr hoch gebaut ist, ist das ganz einfach. Der/die FahrerIn hält die Vespa am Lenker fest, der/die BeifahrerIn schwingt das Bein durch den Durchstieg und setzt sich weit hinten auf den Soziussitz. Der/die FahrerIn kann sich nun entspannt davor setzen und beide arrangieren sich.

      LG
      Vespamag Team

  2. Man sollte bei diesem Artikel aber auch erwähnen,
    ,dass es auch bei einer Vespa ein höchst zulässiges Gesamtgewicht gibt.
    Sonst könnte es bei einer 0olizeikontrolle oder bei einem Unfall versicherungstechnisch Probleme geben

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