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Vespa P 200 E – Modellvorstellung

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Die Vespa P 200 E ist ein legendäres Modell der Vespa-Roller. Mit ihrem markanten Design und leistungsstarken Motor hat sie sich schnell zu einem beliebten Modell unter den Vespa-Fans entwickelt. Neben ihrem leistungsstarken Motor war die P 200 E auch für ihr verändertes Design bekannt, das einen größeren Rahmen, kantige Hauben und ein voluminöseres Beinschild umfasste. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von knapp 105 km/h bot die Vespa P 200 E sowohl Leistung als auch Stil für diejenigen, die nach einem unverwechselbaren Roller suchten.

Wofür stehen die Buchstaben in Vespa P 200 E?

Zunächst klären wir einen weitverbreiteten Irrtum auf:
Das „E“ nach der Modellbezeichnung steht für die „elektronische Thyristor-Zündung (Elestart)“. Manche Vespisti vermuten hinter dem „E“ die Bezeichnung für einen elektrischen Antrieb. Das wäre dann ein E-Scooter, der aber in diesem Beitrag nicht das Thema ist.

Das „P“ im Namen steht für Piaggio und die Zahl 200 kennzeichnet den Hubraum des Motors in Kubikzentimeter (ccm). Die Vespa P 200 E wurde von 1977 bis 1982 produziert.

Dieses Modell wurde erstmals auf der Motorradmesse 1978 in Köln präsentiert und war danach auch käuflich erhältlich. Es erregte große Aufmerksamkeit und wurde schnell zu einem beliebten Modell unter den Vespa-Fans.

Revolutionäres Design – für ihre Zeit

Die erste italienische Version „Senza Frecce“  besaß – im Gegensatz zur deutschen Version – keine Blinker (Fahrtrichtungsanzeiger). Beim deutschen Modell waren die Blinker an den Seitenrändern des Beinschildes befestigt. Auch interessant: Die elektrische Versorgung der Blinker wurde durch den Sicherheitsstift der Motorhaube weitergeleitet. 

Entgegen der sonstigen Strategie von Piaggio/Vespa, das Design weitgehend unverändert zu lassen, erhielt die P 200 E vor allen Dingen ein verändertes Design:

  • körperlich größerer Rahmen
  • kantige Hauben im Gegensatz zu vorigen Modellen
  • vergrößerter, fast quadratischer Beinschild
  • voluminösere Kotflügel und Kaskade
  • die bei vorherigen Modellen sichtbare Hupe verschwand hinter der Kaskade
  • die Kaskade verbarg nunmehr ein wuchtiges Verteilsegment für Stromkabel
  • voluminöses Gepäckfach auf der anderen Seite des Beinschildes
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Quelle: Flickr, Jay Cross, Bestimmte Rechte vorbehalten

Motor und Geschwindigkeit

Der Motor der P 200 E hat einen Hubraum von 200 ccm und eine Leistung von 10 PS. Es handelt sich um einen 1-Zylinder-2-Takt-Motor. Mit dieser Motorleistung erreicht die Vespa P 200 E eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 105 km/h.

Im Sommer 1978 fanden Geschwindigkeitstests statt, bei denen die P 200 E beeindruckende Ergebnisse erzielte. Diese fanden statt auf einem Testgelände des Reifenherstellers Pirelli in der Gemeinde Vizzola Ticino/Lombardei. Das Thermometer zeigte an diesem Tag (24. Januar 1978) 13 Grad Celsius, das Testmodell P 200 E hatte die Nummer VSX1T *1389*.

Hier die interessanten Ergebnisse:

  • 100 m in 7,5 Sekunden
  • 200 m in 11,9 Sekunden, erreichte Geschwindigkeit 89,55 km/h 
  • 300 m in 15,7 Sekunden
  • 400 m in 19,3 Sekunden, erreichte Geschwindigkeit 104,04 km/h

Die ausgewiesene Höchstgeschwindigkeit von knapp 105 km/h wurde im täglichen Einsatz nur selten erreicht. Allgemein konnten Werte von 90-95 km/h gemessen werden, und zwar auf der Autobahn, gerade Strecke, ohne Gegenwind.

Um ein möglichst genaues Messergebnis zu erreichen, war zusätzlich ein digitaler Tacho installiert worden. In die Umrechnungsformel war der Radumfang mit erfasst worden.

Für alle nötigen Ersatz- und Anbauteile für die Vespa P 200 E lohnt sich ein Blick in den SIP Scootershop.

Nachfolger des Erfolgs

Die P 200 E wurde abgelöst durch die PX 200 E (1982 – 1986). Diesmal wieder getreu dem bisher üblichen Motto: keine wesentlichen optischen Änderungen, außer

  • 20-mm-Gabel
  • innenliegende Seitenhauben-Verschlüsse

Technische Neuerungen gab es sukzessive bei weiteren, neuen Modellen:

  • PX 200 E/Lusso (1983 bis 1995), Tankanzeige, Getrennt-Schmierung
  • PX 200 E/GS (Grand Sport), gleicher Zylinder (Hubraum), aber 12 PS
  • PX 200 E/Elestart, erhielt einen Elektrostarter

Ab 1998 gab es eine Version mit hydraulisch betätigter Scheibenbremse, sowie Halogenscheinwerfer.

Good to Know

  • Die Vespa P 200 E war das leistungsstärkste Modell der „Neuen Linie“. Mit ihrer Einführung im Jahr 1977 revolutionierte sie den Markt und erfreute sich in den folgenden Jahren großer Beliebtheit.
  • Der Piaggio-Konzern baute im Zeitraum von 1977 bis 1983 insgesamt 160.000 Fahrzeuge des P 200 E. Diese hohe Produktionszahl zeigt die starke Nachfrage und den Erfolg dieses Modells.
  • Neben der P 200 E wurde auch die P125 X im Jahr 1977 in Italien eingeführt. Beide Modelle eroberten den Markt und wurden von Vespa-Fans begeistert aufgenommen.
  • Ein Jahr später, im Jahr 1978, wurde das Modell P 150 X vorgestellt. Dieses Modell ergänzte die Serie und erweiterte die Auswahlmöglichkeiten für die Kunden.
  • Die Vespa P 200 E und ihre Schwestermodelle P125 X und P 150 X prägten die Vespa-Ära der 70er und 80er Jahre und sind bis heute bei Liebhabern und Sammlern sehr begehrt.
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