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Zweitaktöl – Unterschiede, Tipps und Tools

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Zweitaktöl, das Lebenselixier für alle älteren Vespas. In vielen Fällen wird die Wirkung des Öls unterschätzt, merkt man dessen Fehlen doch meist erst dann, wenn es bereits zu Schäden gekommen ist. Die Aufgaben des Zweitaktöls sind dabei denkbar einfach. Hauptaufgabe des Ölfilms in der Laufbahn des Zylinders ist, die beweglichen Motorteile wie Kolben und Kolbenringe vor Verschleiß zu schützen. So wird der gefürchtete „Kolbenfresser“ bzw. Kolbenklemmer wirksam vorgebeugt. Weiterhin soll das Öl sauber verbrannt werden, ohne dabei große Rauchbelästigungen hervorzurufen bzw. den Auspuff zuzusetzen. 

Im Folgenden werden einige wichtige Informationen zusammengefasst, damit VespafahrerInnen sicher und ohne Unfälle durch Kolbenklemmer auf den Straßen unterwegs sein können. 

Zweitaktöl ist nicht gleich Zweitaktöl 

Grundsätzlich kann eine Unterscheidung in drei Arten erfolgen: 

  • Mineralisches Zweitaktöl 
  • Teilsynthethisches Zweitaktöl 
  • Vollsynthetisches Zweitaktöl 

Ausgangsbasis für Ersteres ist das klassische Mineralöl, welches direkt aus Erdöl gewonnen wird. Das mineralische Öl ist für Vespas eher weniger zu empfehlen, da es eine sehr geringe Belastbarkeit und bei Verbrennung starke Rauch- und Geruchsemissionen aufweist. In besonders alten Vespa-Modellen, von denen heute allerdings ein Großteil im Museum steht, ist nur die Verwendung von mineralischem Öl möglich, da die zugesetzten Additive der übrigen Typen hier nicht verwendet werden können. Für eine breite Auswahl an passenden Produkten lohnt sich ein Blick in die SIP Scootershop Tuning Kategorie.

Synthetische Öle klar im Vorteil 

Aufgrund der zuvor genannten Gründe findet man unter VespafahrerInnen fast nur noch teil- bzw. vollsynthetische Öle. Vollsynthetisches Öl ist im Grunde das Maß aller Dinge. Besondere Belastbarkeit in hohen Drehzahlbereichen bei dennoch rückstandsfreier Verbrennung und wenig Rauchausstoß sorgen dafür, dass viele darauf zurückgreifen. Auch wenn es oftmals durch Hersteller für den entsprechenden Typ nicht gefordert ist, setzen viele auf die hochwertigste, aber auch teuerste Variante. 

Als guter Kompromiss gelten dabei teilsynthetische Öle, die aus einer Mischung von mineralischen und vollsynthetischen Ölen bestehen und somit eine Zwischenform darstellen. Hinsichtlich Ruß- bzw. Rauchentwicklung kommt diese Art an die vollsynthetischen Öle heran, ohne die Nachteile der mineralischen Öle zu besitzen. Aus diesem Grund bieten sich teilsynthetische Öle für all diejenigen an, welche einen guten Kompromiss aus Preis und Leistung haben möchten. Sofern keine Tuningmaßnahmen am Roller vorgenommen wurden, reicht im Regelfall auch ein teilsynthetisches Öl, da der zusätzliche Anteil an Additiven ohnehin nicht gänzlich benötigt wird. 

Verwendung der Vespa bestimmt Sorte 

Wie bereits kurz angesprochen, obliegt die Entscheidung in den meisten Fällen den Fahrerinnen und Fahrern. Während die Verwendung mineralischer Öle oft bereits von Piaggio/Vespa in den Herstellervorgaben ausgeschlossen wird, muss eine Entscheidung lediglich hinsichtlich einem voll- bzw. teilsynthetischem Öl erfolgen. 

Besonders bei getunten Vespamotoren, die höheren Belastungen und Drehzahlen ausgesetzt sind, sollte aber zwingend auf vollsynthetische Öle zurückgegriffen werden. Im Normalbereich ist es dagegen völlig ausreichend, auf das günstigere teilsynthetische Öl zurückzugreifen. 

Ein breites und von Vepsaexperten entwickeltes Angebot bietet dabei SIP Scootershop, die eine Vielzahl von Zweitaktölen aller Arten in verschiedenen Preisbereichen und Gebindegrößen anbieten.

Beachtung des Mischungsverhältnisses 

Da ein Großteil der Vespamotoren direkt mit Gemisch betankt wird, also einer Mischung aus Benzin und Zweitaktöl, muss das Mischungsverhältnis immer beachtet werden, damit der Motor nicht zu „fett“ bzw. zu „mager“ läuft. Im Regelfall wird in Vespamotoren ein Gemisch im Verhältnis 1 Teil Öl zu 50 Teilen Benzin betankt. Doch auch hier sollte stets eine genaue Abstimmung erfolgen und das Verhältnis gegebenenfalls minimal angepasst werden. Zur Erleichterung für kommende Tankvorgänge nachfolgend eine Mischtabelle, mit den Werten im Verhältnis 1:25, 1:40 und 1:50. Dazu hat SIP auch ein gutes Hilfsmittel: Ölflasche SIP Squeeze.

Mischung 1:25 1:40 1:50 
Benzin Öl (in ml) Öl (in ml) Öl (in ml) 
1,0 Liter 402520
2,0 Liter 80 5040 
3,0 Liter120 7560 
4,0 Liter160 10080 
5,0 Liter 200125100

Als gutes Hilfsmittel für die Betankung haben sich hier vor allem kleine Ölfaschen in der 100ml-Größe bewährt, da so für 5 Liter einfach die Dose zugemischt werden kann, ohne extra Öl abmessen zu messen. Für kleinere Mengen empfiehlt sich eine einfache 30ml-Spritze, mit der genau die Menge Öl abgemessen werden kann, sodass das Mischverhältnis exakt eingehalten werden kann. 

Alles in allem ist das Thema Öl im Vespa-Bereich ein relativ unkompliziertes, bei dem allerdings auch nicht gespart werden sollte. Denn wenige Euro für ein hochwertigeres Öl sparen eventuell eine teure Reparatur von Kolben und Zylinder, die durch ein falsches Mischverhältnis oder Öl ausgelöst wird. Daher sollte bei allen Tankvorgängen genau darauf geachtet werden, welches Öl in welchem Mischungsverhältnis zugegeben wird, damit die Frühlingssonne auf der Vespa optimal genutzt werden kann. In diesem Sinne – Let´s Vespa! 

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