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Vespa Vergaser Guide Teil 2: Tuning, Wartung und Tipps

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Mit entspannten 50 km/h auf einer originalen Vespa zu sitzen und der Sonne entgegenzufahren kann an einem Tag mit wenig Verkehr sehr entspannt sein. VespafahrerInnen werden es allerdings genau kennen, wenn man mit seiner Vespa unterwegs ist und ständig Autos versuchen, zu überholen. Leider bleibt es oftmals nicht beim Versuch und es entstehen gefährliche Situationen. Nicht umsonst besteht der Wunsch, seinem Roller etwas mehr Leistung zu spendieren, um nicht als Verkehrshindernis zu gelten. 

Gerne wird in diesen Fällen zu einem größeren Zylinder und einem anderen Auspuff gegriffen, ohne aber den Vergaser neu abzustimmen. Dieses Problem kann schließlich dazu führen, dass der zu mager laufende Motor einen Kolbenklemmer bekommt. 

Die verschiedenen Vergasertypen 

Auch wenn die Funktionsweise – welche wir im ersten Teil unserer Vergaser-Serie beschrieben haben – in allen Fällen nahezu gleich ist, gibt es verschiedene Typen von Vergasern, welche im Folgenden genau gegeneinander abgegrenzt werden: 

Typ 1 – Fallstromvergaser:

Diese Vergasertypen, wie die SI-Serie von DELL´ORTO, zeichnen sich dadurch aus, dass die Luft vertikal strömt. Die weit verbreitete SI-Serie wurde vorrangig in der PX-Reihe verbaut und zeichnet sich durch seine Zuverlässigkeit und Langlebigkeit aus.

Typ 2 – Trommelvergaser:

PHB- und SHB-Vergaser sind Beispiele für einfach aufgebaute Trommelvergaser. Sie sind äußerst zuverlässig, gut einstellbar und kostengünstig herstellbar. Viele Zweiräder werden werkseitig mit ihnen ausgerüstet.

Besonders bei den beliebten Smallframe-Modellen, also V50 und PK50 wurden Trommelvergaser verbaut. Am beliebtesten sind dabei die SHB 16.10, 16.15. und 16.16. 

Typ 3 – Flachschiebervergaser:

Die Flaschschiebervergaser wurden entwickelt, um den Hohlraum unter dem Schieber sowie die Vergaserlänge zu minimieren. Dadurch werden Turbulenzen vermieden. Diese kurze Länge begünstigt außerdem eine hohe Resonanzdrehzahl. Sie bieten in der Regel mehr Leistung als Trommelvergaser gleicher Größe und sind teilweise präziser abstimmbar, da sie zum Beispiel ein zusätzliches Nebendüsen-Mischrohr enthalten. Diese sind werkseitig nicht verbaut worden und werden mittlerweile vorrangig in der Tuningszene eingesetzt.  

Einsatzzwecke für Vergaser 

Die Festlegung der optimalen Vergasergröße für eine bestimmte Motorgröße oder Tuningstufe gestaltet sich als eine große Herausforderung. Tatsächlich hängt sie aber weniger von der Motorleistung ab als vielmehr davon, wie man diese Leistung nutzen möchte:

Ab Werk verbaute Vergaser: 

Wenn ein sparsamer und langlebiger Motor mit einem effizienten Luftfiltersystem angestrebt wird, ist der Originalvergaser oder ein passend abgestimmter Vergaser, der zum jeweiligen Motor weitgehend passt, eine sinnvolle Wahl. Bei einem 133 ccm Zylinder auf einer 50 ccm Smallframe kann beispielsweise der Standard (19 oder 20 mm) Vergaser und Ansaugstutzen der 125 ccm Smallframes verwendet werden.
Ein Standardvergaser wird den Roller nicht zu Höchstleistungen anspornen, aber beispielsweise ein 210 ccm Malossi Zylinder und ein 24er SI-Vergaser ergeben ein zuverlässiges Setup, das vollkommen original aussieht und dennoch über 20 PS liefern kann. Ein vergleichsweise kleiner Vergaser auf einem großvolumigen Motor ist in der Regel gut abstimmbar und belohnt daher mit einer guten Leistungskurve.

Vergaserdurchmesser von 24-30 mm

Für Roller mit einem Hubraum von mehr als 125 ccm bietet dieser Bereich definitiv einen guten Kompromiss zwischen Leistung, Verbrauch und Alltagstauglichkeit. Je größer der Vergaserdurchmesser im Verhältnis zum Hubraum des Motors gewählt wird, desto geringer ist der Vakuumeffekt, der bei niedrigen Drehzahlen entsteht. Dadurch gestaltet sich die Abstimmung des Vergasers schwieriger, um in allen Drehzahlbereichen eine gute Leistung zu gewährleisten und beispielsweise Strömungsabrissen an den Kraftstoffversorgungskanälen zu vermeiden.

Vergaserdurchmesser von mehr als 30 mm: 

Wenn der Vergaser nicht wesentlich größer ist als der Ansaugstutzen, auf dem er sitzt, wird ein großer Vergaser vor allem im mittleren und hohen Drehzahlbereich von High-End-Motoren deutlich mehr Leistung freisetzen als ein kleinerer. Allerdings kann dies einerseits zu einer unzureichenden Gemischbildung im niedrigen Drehzahlbereich führen und andererseits den Verbrauch erhöhen, da mit mehr Luft auch mehr Benzin beigemischt wird. 

Im Falle einer Tuningmaßnahme sollte man sich daher nicht nur mit möglichen Zylinder- oder Auspufftypen auseinandersetzen, sondern man sollte auch genau die Abstimmung des Vergasers im Auge behalten. Sonst kann es schnell passieren, dass ein Schaden entsteht, welcher dazu führt, dass FahrerInnen mit ihren originalen, ungetunten Vespas schmunzelnd überholen. 

Für alle SchrauberInnen, welche sich nicht sicher sind, welcher neue Vergaser oder welche Hauptdüse eingesetzt werden sollte, bietet SIP Scootershop eine schnelle und fachkundige Unterstützung an. So bleibt es gewährleistet, dass man auch wirklich schneller unterwegs ist – ganz ohne Panne. 

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