Blau-pinke Vespa vor einem weiß blühenden Baum

Der Vespa Frühjahrs-Check: Darauf kommt es an

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Vespa-LiebhaberInnen stehen alle Jahre wieder im Frühling vor der Aufgabe, ihr Zweirad für den Einsatz in der bevorstehenden Saison fit zu machen. Wer ein bisschen technisches Geschick und Sachverstand hat, kann die Arbeiten selbst übernehmen. FahrerInnen, die sich unsicher fühlen, sollten es einem Profi überlassen, der bei einem Vespa Frühjahrs-Check die wichtigsten Funktionen mit wenigen Handgriffen überprüft und gegebenenfalls wieder instandsetzt.

Das können BesitzerInnen selbst machen

Die Vorbereitung für die nächste Ausfahrt beginnt mit einer gründlichen Putzaktion. Diese dient nicht nur der Optik. Wenn das Gefährt bis in die kleinste Ritze gereinigt wird, fallen leicht optische Mängel und Schäden auf. Roststellen sollten dabei sofort ausgebessert werden. Denn der Rost kann sich leicht ausbreiten, wenn er nicht beseitigt wird. In der Folge können einzelne Bauteile so stark angegriffen werden, dass es erforderlich ist, sie auszutauschen. Poliermittel reichen aus, um sogenannten Flugrost zu entfernen, der sich lediglich oberflächlich auf die Bauteile gelegt hat. Bei einem hartnäckigen Befall ist es unter Umständen erforderlich, zu Schmirgelpapier zu greifen. Die bearbeitete Stelle sollte im Nachgang mit Lack wieder versiegelt werden, damit keine Angriffsfläche für weiteren Rostbefall besteht. SIP Scootershop bietet alle möglichen Hilfsmittel zur Rostentfernung und gründlichen Reinigung deiner Vespa.

Als Nächstes sollte das Zweirad einmal gestartet werden. Das ist allerdings nur dann möglich, wenn die Batterie ausreichend geladen ist. Vespa-BesitzerInnen haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder bauen sie die Batterie vor dem Winter aus und schließen sie an ein Erhaltungsladungsgerät an. In diesem Fall kann direkt die geladene Batterie montiert werden und der Motorroller ist sofort startklar. Die zweite Option ist, dass die Batterie über den gesamten Winter montiert bleibt. Wenn die Vespa mehrere Monate lang nicht genutzt wurde, hat sich die Batterie sehr wahrscheinlich selbst entladen. Sie muss geladen werden, damit die Energie ausreicht, um den Motor zu starten und die elektrischen Abnehmer zu versorgen. Sobald dies wieder möglich ist, sollten die Funktionen aller Lampen und der Blinker kontrolliert werden. Zum Thema Vespa-Batterie haben wir hier übrigens einen eigenen Beitrag.

Zwei Vespa Fahrer stehen am Rand einer Wiese mit blühendem Löwenzahn
Wer seinen Roller richtig vorbereitet, kann sich auf eine tolle Saison mit Fahrspaßgarantie freuen

Nicht zuletzt sollten ZweiradfahrerInnen auf den Zustand ihrer Reifen achten. Dabei sind drei Faktoren von großer Bedeutung: der Luftdruck, die Profiltiefe und die Beschaffenheit des Materials. Zur Höhe des Luftdrucks kann keine allgemeingültige Aussage getroffen werden, da er abhängig vom Modell ist. Die Fahrzeugpapiere halten Angaben zu den empfohlenen Werten bereit. Bei Kleinkrafträdern mit einem Hubraum von maximal 125 ccm gilt, dass eine Profiltiefe von einem Millimeter ausreicht, um die gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen. Befinden sich die Reifen nahe an diesem Schwellenwert, lohnt es sich, sie bereits jetzt erneuern zu lassen, da dies in absehbarer Zeit ohnehin anstehen würde. Bei denjenigen, die wenig fahren, ist die Profiltiefe unter Umständen nicht der ausschlaggebende. Denn sie schaffen es nicht, so viel vom Material abzufahren, dass es brenzlig wird. Das bedeutet aber nicht, dass sie die Reifen unbegrenzt nutzen können. Es kommt stattdessen häufig auf deren Alter an. Die Reifen sollten spätestens nach zehn Jahren erneuert werden. Wenn das Gummi von sichtbaren Rissen durchzogen ist, ist der Austausch schon früher zu empfehlen.

Frühjahrs-Check bei einer Vespa: Hier ist eventuell Hilfe nötig

Die Bremsen sind für die Sicherheit eines Verkehrsmittels elementar. Das gilt bei einer Vespa ebenso wie bei einem Auto. Für Laien ist es oftmals nicht ganz einfach, den Zustand einer Bremsanlage zu bewerten. Wer sich dabei unsicher fühlt, sollte auf jeden Fall eine Fachkraft zurate ziehen. Denn es müssen mehrere Faktoren in Betracht gezogen werden. Alles beginnt mit dem Bremshebel. Lässt sich dieser noch betätigen oder ist er über den Winter eingerostet? Ebenso muss überprüft werden, ob die Bremsbeläge noch ausreichend stark sind. Auch hier ist ein in die Zukunft gerichteter Blick von Vorteil. Sollten Zweifel bestehen, dass die Beläge die gesamte Saison durchhalten, kann sich ein vorzeitiger Wechsel lohnen. Zur Überprüfung der Bremsanlage zählt auch die Kontrolle der Leitungen. Sollten diese an den Rädern schleifen, besteht die Gefahr, dass sie während der Fahrt durchtrennt werden, was schlimme Folgen haben kann. Wird die Anlage als in Ordnung befunden, sollten Vespa-FahrerInnen bei ihrer ersten Tour dennoch vorsichtig fahren. Staub, Schmutz und Flugrost, die sich auf den Bremsscheiben angesammelt haben, können die Bremswirkung erheblich beeinträchtigen.

Ein Mann arbeitet an einer Vespa in einer dunklen Werkstatt.
Profi am Werk bei Jockeys Boxenstop

Zur Vespa Inspektion im Frühjahr zählt freilich auch die Kontrolle verschiedener Flüssigkeiten. Sofern sich der Stand des Öls und der Kühlflüssigkeit im Normalbereich befinden, spricht nichts dagegen, den Roller in Betrieb zu nehmen. Etwa alle 4.000 Kilometer wird jedoch ein vollständiger Ölwechsel empfohlen, bei dem Zylinder, Zylinderkopf und Kanäle vom Ruß befreit werden. Bei einem Ölwechsel sollten FahrzeugbesitzerInnen genau darauf achten, sauber zu arbeiten. So lässt sich verhindern, dass Öl austritt und andere Stoffe kontaminiert. Dazu reichen bereits kleine Tropfen, die beispielsweise in Wasser gelangen.

Die Anmeldung nicht vergessen

Damit RollerfahrerInnen im Falle eines Unfalls abgesichert sind, benötigen sie einen gültigen Versicherungsschutz. Es ist Versicherungskennzeichen zu erwerben und auf dem Fahrzeug anzubringen. Versicherungskennzeichen haben stets eine Gültigkeit bis Ende Februar. Wer ab dem 1. März auf öffentlichem Grund fahren möchte, benötigt ein neues Kennzeichen. Vor der ersten Fahrt nach dem Winter sollte deswegen überprüft werden, ob der Versicherungsschutz noch besteht oder ob er erneuert werden muss. Denn nach einer längeren Fahrpause ist die Gefahr vergleichsweise hoch, dass es aufgrund der fehlenden Routine zu Zwischenfällen kommt.

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