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Vespa World Days 2024 in Pontedera Italien

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Als 1946 der erste Vespa-Motorroller der Firma Piaggio vom Band lief, ahnte noch niemand, dass er mehr als 75 Jahre später zur Legende geworden sein würde.
Letztlich waren alle Ideen verwirklicht worden, um im Verlauf der nächsten Jahrzehnte immer wieder verfeinert und auf technisch neuesten Stand gebracht zu werden:

  • ein praktisches und robustes Transportmittel
  • klein und wendig
  • geringe Unterhalts- und Fahrtkosten
  • Stau kein ärgerliches Hindernis mehr
  • keine Parkplatzsorgen

Kurze Geschichtsstunde zu Vespa Clubs

Nachdem die Vespa zunächst als Arbeitstier und reines Transportmittel gegolten hatte, wurde sie relativ schnell mit Spaß und Lebensfreude in Verbindung gebracht.
Vespa wurde zum ultimativen Sinnbild für Freiheit, Unabhängigkeit und lässige, italienische Eleganz. „Dolce Vita“ at its best.

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Alsbald schossen die Vespa-Clubs nur so aus dem Boden, zunächst in Italien, dann in ganz Europa und schließlich weltweit. Diese anhaltende Leidenschaft führte schließlich 2006 zur Gründung des Vespa World Clubs.
Der VWC feierte 2006 das 60-jährige Bestehen des Vespa-Motorrollers, der inzwischen ikonalen Status erlangt hatte. Mittlerweile umfasst der Vespa World Club weltweit 66 Länder. Daraus entstanden die jährlichen, internationalen Vespa World Days, zu denen sich Tausende Vespa-Fans treffen, jedes Jahr in einem anderen Land, um Kultur und Geschichte des legendären Rollers zu zelebrieren.

Großes Programm in Pontedera für Vespa-Fans

Um einen kleinen Überblick zu verschaffen, haben wir hier nur mal einen Tag der insgesamt vier Tage herausgepickt. Die Rahmenzeiten waren alle Tage in etwa gleich geblieben, nur die Themen haben sich jeweils geändert. Wer also gerne nächstes Jahr dabei sein möchte, kann sich ja schonmal einen Vorgeschmack holen.

Ungefähr 30.000 Vespisti aus der ganzen Welt haben ca. 20.000 Vespa-Roller mitgebracht. Das machte eine straffe Organisation erforderlich, was nur möglich war, indem die Teilnahme an vielen Veranstaltungen zuvor angemeldet werden musste.

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Besonders in Italien, dem Geburtsort der Vespa, gab es neben den Festivalausstellungen natürlich auch das berühmte Piaggio-Museum und die Vespa-Boutique zu besichtigen. Speziell für die Vespa World Days gab es eine Vespa-Village, mit Ersatzteilshops, sowie lokalem Kundendienst für alle Anliegen.

Donnerstag, 18. April

  • 11:00 bis 21:00 Uhr: Vespa-Ersatzteilshops im Vespa Village
  • 14:00 bis 18:30 Uhr: Test Ride Vespa-Eröffnung im Vespa Village
  • 14:00 bis 24:00 Uhr: Vespa-Stand in der Vespa-Village
  • 15.00 Uhr: Eröffnung VWD 2024 im Vespa-Dorf mit musikalischem Zwischenspiel
  • 15:00 bis 15:30 Uhr: Meet and Greet im Museo Piaggio, Titel: der Bau der Vespa von 1946 bis heute (italienisch, diese Veranstaltung wurde auch in englischer Sprache wiederholt)
  • 17:00 Uhr: süße Pause Amedei: Verkostungserlebnis in der Amedei-Fabrik
  • 18:00 Uhr: Offizielle Eröffnung „Willkommen bei den Vespisti“ der Gemeinde Pontedera, mit Eröffnungskonzert
  • ab 18:00 Uhr: diverse Buch- und Filmvorführungen
  • 21:00 bis 24:00 Uhr: Live-Musik-Show und Verkostungen im Vespa Village

Dazwischen zahlreiche, sehr interessante Vorträge, wie etwa: 
„Piaggio-Motorenhersteller, das gesamte Motorendesign vom leeren Blatt über die CAD-Modellierung bis hin zum Testen“.
Referenten waren jeweils leitende Ingenieure und Designer, wie etwa: Michele Livi, Leiter für fortgeschrittene Technik und Projektmanagement, oder Marco Lambri, Leiter des Design-Centers mit seinem Team.

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Auch eine Truppe des SIP Scootershops war mit dabei und konnte so einige Eindrücke sammeln. Gestartet in Landsberg am Lech, kämpften sie sich durch eißige Kälten, um schließlich die wärmende Sonne in Italien genießen zu können.

Highlight der VWD-2024: große Vespa-Parade

Die große Vespa-Parade am Samstag brach alle Rekorde. Mehr als 15.000 Vespa-Roller starteten in Pontedera und schlängelten sich um die Valdera-Hügel. Diese farbenfrohe, 16 km lange Blechschlange repräsentierte eindrucksvoll die reiche Vespa-Geschichte.

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Angeführt wurde die nicht enden wollende Vespa-Schlange von Rudy Zerbi, Musikproduzent, Filmstar und begeisterter Vespa-Fan, auf einer fantastischen GTV 300.
Danach fuhren alle Vespa-Modelle aus 78 Jahren Vespa-Geschichte:

  • die erste und extrem seltene 98cc aus dem Jahre 1946
  • die legendäre 125er „Faro Basso“ aus den 50er Jahren
  • die 50er aus dem Jahre 1964, die 125er ET3
  • Rallye-Maschinen aus den 70er Jahren
  • eine stets wachsende Zahl von Vespa PX waren ebenfalls vertreten

Fazit

Obwohl die Anfahrt für das SIP Team aus Bayern bei miesem, nasskaltem Aprilwetter quer über die Alpen nicht unbedingt vergnüglich war, haben wir Vespisti das Beste daraus gemacht. Immer nach dem Motto:
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Der beste Zeitpunkt, um neue Funktionskleidung zu besorgen!
Die Italiener haben eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die zu toppen, sehr schwer werden wird.
Die nächsten Vespa-World-Days 2025 werden in der spanischen Stadt Gijón stattfinden. Mit dem Atlantik als Kulisse wird das bestimmt ein enormer Vorteil sein, zumindest hinsichtlich der Veranstaltungen unter freiem Himmel. 
In diesem Sinne: allzeit gute Fahrt!

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