vespa 10 inch terror

Die Killerwespe Custom 10 Inch Terror

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Eine Vespa ist schön. Und meistens schön brav. Im Gegensatz zu dieser hier. Sie ist das genaue Gegenteil der eleganten, sinnlichen Dame aus Pontedera, die von ihrem Erfinder Enrico Piaggio als „Wespe“ getauft wurde, auf Italienisch: Vespa.
Die Custom 10 Inch Terror an einer roten Ampel in Lauerposition wirkt irgendwie angriffslustig. Bedrohlich, bockig und gefährlich. Eine Killerwespe kurz vor dem Angriff.

Diese „Terror-“ Vespa passt gut zu Halloween

Wird die Heckverkleidung entfernt, gibt sie den Blick frei auf furchterregende Innereien. Das mächtige Kraftwerk mündet in einen gigantischen Auspuff, der einem mutierten Schneckenhaus ähnelt.
Dieses beängstigende Outfit passt gut zum bevorstehenden Halloween. Ein als Vampir verkleideter Vespa-Driver ist tatsächlich leicht vorstellbar, wie er mit wehendem Umhang auf dem Vehikel hockt und durch die schaurige Nacht düst.
In Halloween vereinen sich italienisches Herzblut, deutscher Erfindergeist und amerikanisches Kulturgut.

Krasse Startpower

Der gelangweilte Blick eines Autofahrers blieb kurz an dem beängstigenden Scooter hängen. Dieses aufgeplusterte Teil würde ihm gleich den Blitzstart an der Ampel vermiesen. 
Dann schaltete die Ampel auf Grün. Der Vespa-Test-Pilot drehte mit zitternden Fingern am Gaszug. Daraufhin hob das Vehikel sein Vorderrad ein Stück weit in die Luft und katapultierte sich samt seinem Bezwinger mit großer Power vorwärts. Ein wild gewordener Vollbluthengst könnte es nicht besser machen.

Es fällt tatsächlich schwer zu glauben, was das Auge irritiert erfasst.  Der Test-Pilot räumt ein, selbst etwas Muffe gehabt zu haben, als er das erste Mal damit gefahren ist. Nach anfänglichen Streckenminuten der Eingewöhnung ist das angriffslustige Gefährt doch recht gut in den Griff zu bekommen.
Der Motor spricht aus dem Stand heraus ausgezeichnet an. Dank seiner gleichmäßigen und ruckfreien Kraftentwicklung aus niedrigen Drehzahlen heraus ist dieses Zweirad ausgezeichnet kontrollierbar und fast so sanft zu fahren wie eine PX 200.

vespa 10 inch terror 2

Kultmagazin „Custombike“

Mit großer Befriedigung haben wir registriert, wie das Kultmagazin „Custombike“ diese Karre geadelt hat, indem es einen großen Bildbericht abdruckte. Der wurde nicht nur in der deutschsprachigen Ausgabe, sondern auch als Feature in Italien (Chop and Roll) und Frankreich (Kustom) publiziert. Die Vespa 10 Inch Terror ist wohl der erste Roller, der es in dieses Edelmagazin geschafft hat. 

Technische Daten der Vespa Custom 10 Inch Terror

  • Motor: Husqvarna WR 360, 55 PS, 45 Nm Drehmoment
  • Hubraum 349 cm³
  • Getriebe Sechsgang Handschaltung mit Kickstarter
  • Scheibenbremse vorn (Eigenbau), das Standard Speichenrad wurde durch ein Alu-Scheibenrad ersetzt (der Centerline Felge nachempfunden)
  • liegender Stoßdämpfer, angesteuert über Umlenkung
  • Schaltung elektrischer Powershifter ohne Kupplung
  • Elektrik und Instrumentierung von Motogadget
  • Auspuff von Pipedesign nach Angaben des Erfinders

Maßnahmen zur Entlastung des stark beanspruchten Bordnetzes

  • Vollwellenregler
  • aufgelötete Lima
  • Umstellung Elektrik auf komplett DC
  • Austausch H4 Birne gegen LED Chip von Adjure (Verbrauch nur 2/3 Strom einer H4 Leuchte)

Es ist praktisch in jeder Fahrsituation ein Überangebot an Performance zu spüren. Eine Fahrt mit dieser Killerwespe vermittelt ein berauschendes Gefühl und bisher nicht gekanntes Maß an Souveränität.

Die Entwicklung dieser Maschine dauerte 5 Jahre

Immer wieder wurde die Entwicklung durch Rückschläge unterbrochen. Nach Beseitigung aller Stolpersteine war sie endlich auf der Straße.

Besonderheiten

Das Ergebnis schier endlos zermürbender Arbeit und zahlreichen zersägten, geschweißten und gefrästen Rollerteilen kann sich sehen lassen:

  • hohe Standfestigkeit
  • deutlich steiferes Heck
  • abnehmbare Hauben
  • kleines Fach für Ölflasche und Werkzeug (aus dem alten Handschuhfach ist der Tank geworden, Fassungsvermögen 14 Liter)
  • verstärkter Stahlrahmen

Als Basismodell durfte die PX80 herhalten.
Die ebenso zahlreichen wie umfangreichen Umbauarbeiten hier alle aufzuführen, würde viele Buchseiten füllen.

In Eigenbau entstandene Teile (die wichtigsten)

  • Tank aus dem alten Handschuhfach
  • Scheibenbremse vorn
  • Sitzbank
  • Schwinge
  • mehrere Heckteile aus „Schlachtwespen“
  • CNC-gefräste Halterungen allerorts
  • Federbein von Wilbers unter dem Vehikel platziert

Wo Licht ist, entsteht auch Schatten

Bei all den coolen Eigenschaften, muss auch eine mittelfristige Lösung an äußerst sensibler Stelle der Custom 10 Inch Terror erwähnt werden:
Der Wasserkühler ist direkt unter dem Rahmen angebracht, nur wenige Zentimeter vor Erdberührung. Wie lange er da unversehrt dicht bleiben wird, ist eine spannende Frage.
Der Entwickler und Erbauer dieser Killerwespe mit Husqvarna-Stachel, Marek Nachlik aus Hamburg, wollte da noch eine längerfristige Lösung suchen und finden.

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